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Gewässerunterhaltung - so wird´s gemacht

Warum werden Gräben angelegt?

Der größte Teil Bremens liegt in einer Niederung. Aufgrund der geringen Geländehöhe, der Bodenverhältnisse und der Flächenversiegelung ist es in der Regel nicht möglich, dass Regenwasser ausschließlich versickern zu lassen. In vielen Bereichen würde sich - zumindest in niederschlagsreichen Zeiten - stauende Nässe einstellen.

Aus diesem Grund muss das Wasser abgeleitet werden. Anderseits können Gräben in Trockenperioden auch zur Bewässerung dienen. Beides geschieht am besten über offene Gräben und Fleete. Dieses Wissen hatten bereits unsere Vorfahren vor mehreren hundert Jahren, als durch die systematische Anlage von Gräben und Fleeten die Niederung für eine Besiedlung und landwirtschaftliche Nutzung erschlossen wurde (siehe auch Geschichte).

Warum sind offene Gräben besser als verrohrte Kanäle?

  • Wasserspeicherung:
    In offenen Gräben kann mehr Wasser gespeichert werden als in verrohrten, was vor allem bei starken Regenfällen zur Vermeidung von Überflutungen beiträgt.
  • Wasserreinigung:
    Durch den Pflanzenbewuchs und die im Graben vorkommenden Kleinlebewesen wird das Wasser gereinigt.
  • Lebensraum für Pflanzen und Tiere:
    Der offene Graben ist Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere, z.B. Frösche, Fische, Libellen usw. (siehe auch Naturschutz).
  • Landschaftsbild:
    Gräben sind typisch für unsere Landschaft und belebende Elemente im Stadt- bzw. Landschaftsbild.

weitere Informationen zur Gewässerunterhaltung:











Stefan Wittig